Ein Auszug

HORIZONTE. EIN KUNSTPROJEKT ZUM MAUERFALL 1989, 2019
 
„Die Mauer an der innerdeutschen Grenze stand symbolisch weltweit für eine kategorische Trennung auf allen Ebenen. In unserem Kunstprojekt HORIZONTE wandelt eine Mauer innerhalb von zehn Tagen ihren Charakter und wird zum Zeichen von Gemeinsamkeit: Menschen aus den verschiedensten Bereichen unserer Stadtgesellschaft werden mit dem Erwerb einzelner Mauerteile die Bürgerstiftung Weimar unterstützen. HORIZONTE ist ein Impuls, uns aus einer geschichtlichen Erfahrung heraus gemeinsam zu engagieren. Ganz konkret. Im Hier und Jetzt. Mit einem positiven Ziel.“
(Hasko Weber – Generalintendant am Nationaltheater Weimar)
 
Mit der temporären Installation von 17 Betonelementen erinnert das Kunstprojekt HORIZONTE an die Ereignisse im Herbst 1989. Christina Wildgrube hat die Mauer öffentlich gestaltet und sich künstlerisch mit dem Spannungsverhältnis von Horizonten und Grenzen befasst. Die einzelnen Mauer-Betonstücke wurden versteigert und als Erinnerungsobjekte im Weimarer Stadtbild verteilt.

https://www.nationaltheater-weimar.de/de/programm/stueck-detail.php?SID=2546

LAND SETZEN, 2018
11 Druckgrafiken, Bleisatz
 
Die große Vielfalt der Ornamente und Schmuckelemente des Bleisatzes regte Christina Wildgrube zu eigenen Bildkompositionen an. Im typografischen Punktsystem und in langsamer Kleinarbeit entstanden Abbildungen, die zwischen konkreter und abstrakter Darstellung oszillieren. Aus der Nähe betrachtet erkennt man die elementaren Typen, die das Werk konstituieren. Erst aus größerem Abstand ist das gesamte Bild erkennbar.
 
Mit ihren Arbeiten demonstriert die Künstlerin eine Möglichkeit, eine einst anspruchsvolle und elementare Handwerkstechnik, die aufgrund neuer digitaler Verfahren an Bedeutung verloren hat, bildnerisch neu zu definieren und umzunutzen.

https://shmh.de/de/land-setzen



820,154 FOOTPRINTS, 2011
Buchprojekt über die Analogien von Typografie und Stadt am Beispiel Chicago
 
„Wo wohnen eigentlich die Buchstaben? –
Und wie setzt sich eine Stadt?“

 
Dieser Herausforderung stellen sich die 820,154 footprints. Sie sind Grundrisse, Fußabdrücke oder Markierungen im Allgemeinen. Genauer beschreiben sie die Anzahl aller Gebäude Chicagos. Ihr Wesen ist es, Spuren zu hinterlassen. In diesem Buch der Künstlerin Christina Wildgrube erzählen sie eine urbane Geschichte über die Bausteine und Eigenarten einer Stadt und deren Analogien zur Typografie. Eine Reihe von Ereignissen wird ausgelöst und so verwandelt sich beispielsweise die Skyline in einen Flattersatz, der Skyway übernimmt die Rolle einer Ligatur und das Straßenraster wird zur Bühne für Gestaltung.

https://vimeo.com/185469097
 

STADT, LAND, ZUKUNFT
angelehnt an das Forschungsprojekt METAPOLIS der TU Braunschweig, 2016 / Gestaltung einer begehbaren Landkarte als Bühnenbild, talentCAMPus
 
Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Genauer: Wie sieht die Stadt Braunschweig in der Zukunft aus?“, fragten sich Kinder und Jugendliche in einem Theaterlabor. Gemeinsam mit der Künstlerin bauten sie eine große Landkarte aus vielen 50 Zentimeter großen Pappquadraten, bemalt mit Schwarzlichtfarbe und ausgestattet mit selbstleuchtendem Klebeband. In einem Farbspektakel leuchteten Fenster und Straßen, Baumhäuser und Flughäfen und verhalfen den Darsteller*innen in jeder Lichtstimmung zu großer Spielfreude.



EIN KLAPPBUCH, 2021
Überrasch dich selbst…
& Bring dich in Stimmung.

In diesem Workshop malte oder collagierte jede*r so viele Gesichter, Figuren und Dinge wie es ging, um sie später in einem selbst gebundenen Klappbuch assoziativ und humorvoll miteinander neu kombinieren zu können.