Die Crespo Foundation

Mit dem fliegenden Künstlerzimmer hat die Crespo Foundation gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, dem Hessischen Kultusministerium und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, ein Format gegründet, das die kulturelle Schulentwicklung hessenweit langfristig vorantreibt und insbesondere auch im ländlichen Raum realisiert werden kann.

Gleichzeitig fördert „Das fliegende Künstlerzimmer“ Künstler*innen dabei, während ihrer Zeit als Artist-in-Residence eigene künstlerische Projekte zu realisieren und ihre Kompetenzen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule weiterzuentwickeln. Die Crespo Foundation ist vornehmlich operativ tätig und versteht sich in diesem Zusammenhang als Akteurin, die gelingende Kooperationspartnerschaften „anstiftet“ und begleitet. Die Stiftung setzt sich für die dauerhafte Etablierung dringend benötigter Unterstützungs- und Förderstrukturen ein, die gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen modellhaft konzipiert werden, damit sie ohne großen Adaptionsaufwand auch andernorts realisiert werden können.

Die Crespo Foundation ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie wurde 2001 von Ulrike Crespo gegründet.

> www.crespo-foundation.de

„Der Crespo Foundation war es wichtig, einen Raum zu schaffen, der ganz vor dem*der Künstler*in her gedacht ist: einen Raum für seine*ihre eigene künstlerische Entfaltung sowie für die Entwicklung und Erprobung neuer Konzepte der kulturellen Bildung an Schulen.“

Prof. Christiane Riedel, Vorständin der Crespo Foundation

Das Hessische Kultusministerium (HKM)

Um Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Kunst ohne Barrieren zu ermöglichen, hat das Hessische Kultusministerium gemeinsam mit der Crespo Foundation im Jahr 2018 das Artist-in-Residence-Programm „Das fliegende Künstlerzimmer ins Leben gerufen.

Der*die Künstler*in lebt und arbeitet ein gesamtes Schuljahr lang in einem speziell für diesen Zweck entworfenen mobilen Künstleratelier und entwickelt gemeinsam mit den Lehrkräften und den Schüler*innen künstlerische Projekte. Das Atelier und die Präsenz der Künstler*innen erlauben die Begegnung mit den Künsten im Schulalltag und liefern im Verständnis einer ganzheitlichen Bildung Impulse zur Schulentwicklung. Die Schule kann im Laufe der einjährigen Zusammenarbeit mit dem*der Künstler*in Unterrichtsmodelle entwickeln und Strukturen verändern, um auch nach dem Wechsel des fliegenden Künstlerzimmers an eine andere Schule künstlerische Praxis und ästhetische Erfahrungen im Schulalltag zu ermöglichen. Im Idealfall lernen und profitieren die Kunstschaffenden und die Schulgemeinde voneinander und sorgen für einen Impuls, der Lust macht, das bereits vorhandene Potenzial zu nutzen und sich weiter mit den Künsten zu beschäftigen – auch wenn sich das Atelier nach einem Jahr wieder auf die Reise macht.

Das Hessische Kultusministerium unterstützt das Projekt durch eine Prozessbegleitung. Die Schule wird in ein Netzwerk kulturell aktiver Schulen aufgenommen und erhält dadurch die Möglichkeit, an besonderen Fortbildungsformaten teilzunehmen. Darüber hinaus wird sie bei der Organisation pädagogischer Tage mit kulturellem Fokus unterstützt.

> www.kultusministerium.hessen.de

„Die Verzahnung des Schullebens mit dem Künstlerleben – das ist eigentlich die Idee und das ist auch das Besondere an dem Projekt.“

Prof. Dr. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK)

Mehr jungen Menschen die Teilhabe am kulturellen Leben ermöglichen – das ist seit 2014 das verstärkte Ziel von Förderprojekten des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Das fliegende Künstlerzimmer ist eines dieser Programme, das mit seiner mobilen Architektur eines transportablen Wohnateliers genau dort ansetzt. Künstler*innen, die in kultureller Bildungsarbeit erfahren sind, deren Arbeit sich aber gleichzeitig durch eine hohe künstlerische Qualität auszeichnet, kommen direkt zu den Schüler*innen – egal, in welchem Ort. Somit wird nicht nur den Künstler*innen, die für ihre Tätigkeit ein Arbeitsstipendium in Höhe von 2.000 Euro im Monat erhalten, die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Arbeit intensiv voranzutreiben. Auch der Nachwuchs kommt unmittelbar mit den Schaffenden und ihren Arbeiten in Kontakt. So können langfristige und enge Kooperationen mit den Künstler*innen entstehen.

Ziel der Förderprojekte des Ministeriums ist es, dass Kinder und Jugendliche möglichst partizipativ und eigenschöpferisch Kunst und Kultur für sich erschließen können und früh an Kultur herangeführt werden. Dies soll unabhängig von Wohnort, Herkunft und Umfeld geschehen. Gerade im ländlichen Raum wird auf diese Weise eine deutlich bessere Teilhabe am kulturellen Leben ermöglicht.

> www.wissenschaft.hessen.de

„Mit dem fliegenden Künstlerzimmer bringen wir Kunst und kulturelle Bildung zu den Kindern und Jugendlichen und wecken ihre Kreativität.“

Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst

Der Landkreis Fulda

„Menschen stark machen!“ – das Motto der Crespo Foundation beschreibt ein großes Ziel mit so vielen Facetten, wie es Lebensentwürfe gibt. Auch der Landkreis Fulda – Geburtsort der Stiftungsgründerin Ulrike Crespo – ist dabei ein wichtiger Baustein.

Als Schulträger sieht sich der Landkreis Fulda in der Verantwortung, Kindern und Jugendlichen eine stabile und vielfältige Basis für ihr Leben zu bieten. In 65 Schulen, die von mehr als 16.000 jungen Menschen besucht werden, trägt der Landkreis Sorge für eine gute räumliche, technische und digitale Ausstattung. Allein im Jahr 2021 fließen fast 40 Millionen Euro in Neu- und Umbauten, Sanierung und Instandhaltung.

Aber Schule ist mehr als ist ein Ort der Wissensvermittlung. Die reine Kenntnis von Sachverhalten reicht angesichts der Informationsfülle, der Komplexität und des Tempos nicht aus. Die Einordnung von Erlebtem, Erfahrenem und Gelerntem ist wichtiger denn je. Nicht nur wegen der Ganztagsangebote wachsen die Aufgaben für Schulen, nahezu alle gesellschaftlichen Veränderungen werden dort als Herausforderung deutlich sichtbar.

Entsprechend hat sich der Lernort Schule entwickelt: Schule ist auch ein Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche auseinandersetzen mit der Gesellschaft, in der sie leben, mit Zusammenhängen, Fremdem und Vertrautem, mit Werten, Normen, politischen, religiösen, philosophischen Bezügen. Schule unterstützt die jungen Menschen dabei, die Welt zu durchdringen und ihre Position zu finden, zu entscheiden, wie sie denken, kommunizieren und selbstverantwortlich in diesem großen Ganzen handeln. Dazu leistet kulturelle Bildung in der Schule einen erheblichen Beitrag.
Lüdertalschule

„Kultur ist das Fundament unserer Gesellschaft und nicht das, was man tut, weil man gerade Zeit dafür hat. Kulturelle Bildung ist kein Beiwerk zu allgemeiner Bildung, sondern konstitutiver Bestandteil und elementar für die Persönlichkeitsentwicklung.“

Bernd Woide, Landrat des Landkreises Fulda

Der Landkreis Limburg-Weilburg

Der Landkreis Limburg-Weilburg bietet in insgesamt 120 Kindertageseinrichtungen und Krippen unterschiedlicher Trägerschaft Betreuungsmöglichkeiten für Kinder von Geburt bis zum Schuleintritt an.

39 Grundschulen sowie neun Schulen, die im Anschluss an die Grundschulzeit Haupt- und Realschulzweige anbieten, haben ihren Sitz im Landkreis Limburg-Weilburg. Dazu zählt auch die Schule im Emsbachtal in Niederbrechen.

Als Träger der Schulen freut sich der Landkreis sehr, das fliegende Künstlerzimmer dort begrüßen zu dürfen. Die Grund- und verbundene Haupt- und Realschule hat sich eine ganzheitliche Lebensplanung auf die Fahne geschrieben. Somit passt es sehr gut, dass auch die kreativen Seiten der Kinder durch das fliegende Künstlerzimmer noch stärker gefördert werden.

Aufgabe des Landkreises Limburg-Weilburg war es, die örtlichen Gegebenheiten an der Schule zur Verfügung zu stellen, beispielsweise eine Fläche für den Aufbau der mobilen Architektur herzurichten, Baugenehmigungen zu erteilen oder Hausanschlüsse zu setzen. Große Unterstützung erfuhr der Landkreis dabei durch seinen Projektpartner, die Albert Weil AG, die den erforderlichen Tiefbau kostenlos übernommen hat.


„Ich freue mich sehr, dass wir an einer unserer Schulen im Landkreis Limburg-Weilburg die Möglichkeit haben, das fliegende Künstlerzimmer für ein Jahr bestaunen zu dürfen. Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft für dieses tolle Projekt übernommen. Kinder sind unsere Zukunft und unsere Aufgabe ist es, sie nicht nur zu fordern, sondern auch zu fördern.“

Michael Köberle, Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg

Der Kreis Offenbach

Bildung und pädagogische Vielfalt haben im Kreis Offenbach als zweitgrößtem Schulträger in Hessen oberste Priorität. Sanierte und modern ausgestattete Schulen bieten rund 43.000 Schüler*innen eine gute Basis zum Lernen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, haben zwei kreiseigene Gesellschaften seit dem Jahr 2020 die Bewirtschaftung der 88 Schulen mit rund 450 Gebäuden übernommen.

Zu einem guten Lernumfeld gehört auch eine gute IT-Infrastruktur, die der Kreis Offenbach seit vielen Jahren kontinuierlich verbessert. Als einer der ersten Landkreise landesweit konnte er die WLAN-Vollausleuchtung aller Schulen vermelden. Im nächsten Schritt folgt die Breitbandversorgung der Schulen, für die Fördermittel aus Berlin fließen.

Das fliegende Künstlerzimmer macht Station an der Einhardschule in Seligenstadt und bringt Kunst und kulturelle Bildung direkt auf das Schulgelände. Mindestens ein Jahr lang wird eine Künstlerin dort wohnen, arbeiten und Lehrkräfte sowie Kinder und Jugendliche inspirieren. Die offenen Atelierangebote geben Impulse, setzen Ideen frei und inspirieren ästhetische Ansätze für alle Fächer. Dadurch wird das kreative Potenzial der Schüler*innen des Gymnasiums gefördert. Die Kinder und Jugendlichen können eigenschöpferisch Kunst und Kultur für sich entdecken.

„Das fliegende Künstlerzimmer bringt die Kunst direkt in den Schulalltag. Das kreative Projekt wird die Wahrnehmung und das Ausdrucksvermögen der Kinder und Jugendlichen weiterentwickeln und ihr ästhetisches Denken und Handeln auf eine neue Weise prägen. Schule ist mehr als Unterricht und Bildung gibt es nicht nur im Klassenzimmer. Das Atelier auf dem Schulhof wird zu einem außergewöhnlichen Lern- und Erfahrungsfeld.“

Oliver Quilling, Landrat des Kreises Offenbach