Die Tassen sind gemacht, aber was kommt da jetzt nun rein? Für unser besonderes Fest nur das Beste und vor allem auch etwas exklusives.

Wir einigen uns auf selbstgemachtes Ginger Ale. Dafür kochen wir Ingwer, Zitrone und Zucker zu einem starken Sirup, den wir dann mit Mineralwasser und Minze verfeinern werden.

Dann stelle ich den Schüler:innen meinen SCOBY vor. SCOBY steht für „symbiotic culture of bacteria and yeast“, also symbiotische Bakterien- und Hefenkultur. Das klingt erstmal eklig und mein SCOBY, den ich kurz ins Apfelessigbad lege, um ihn ein bisschen zu putzen, wird auch eher skeptisch beäugt. Ein paar Kinder trauen sich, ihn anzufassen. Als ich dann erzähle, dass wir Kombucha machen und dass es ein fermentiertes Teegetränk ist, verliere ich so langsam das Vertrauen. Schließlich kann ich die Klasse doch noch überzeugen, dass wir es zumindest ausprobieren und ich im Notfall den Kombucha alleine trinke. „Zum Glück sind unsere Tassen so klein“, höre ich es leise murmeln.

Eine Woche später entscheiden wir uns für eine Zweitfermentation und damit für vier unterschiedliche Geschmacksrichtungen:
Blaubeere-Zitrone-Blutorange-Minze
Minze-Blutorange
Physalis-Blaubeere-Zitrone
Pflaume-Blutorange-Minze

Die Spannung steigt!
Kombucha: Top oder Flop?

Eva Funk (fliegende Künstlerin)

Fotos: Eva Funk