Vom Schulhof ins Künstleratelier

Kinder und Jugendliche sind kreativ und wollen gestalten. Damit dies gelingt, müssen sie in ihrer Kreativität aber auch gefördert werden. Am besten dort, wo sie einen Großteil ihrer Zeit verbringen – nämlich in der Schule.

Warum also nicht einfach Kunst und Kultur direkt zu den Kindern auf den Schulhof bringen – dachte sich die Crespo Foundation und hat darum gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium (HKM) und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) sowie dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der IGS Wollenbergschule Wetter „Das fliegende Künstlerzimmer“ auf die Beine gestellt.


 


Ein Überblick

Laufzeit
Für jeweils ein Schuljahr gastiert „Das fliegende Künstlerzimmer“ auf dem Schulhof einer weiterführenden Schule in Hessen.

IGS Wollenbergschule Wetter
Die IGS Wollenbergschule Wetter ist eine Integrierte Gesamtschule mit rund 650 Schüler*innen und 70 Lehrer*innen, seit 2011 ist sie Ganztagsschule im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Als inklusive Schule der Region ermöglicht sie alle Abschlüsse vom Haupt- und Realschulabschluss über den Übergang in die gymnasiale Oberstufe bis hin zum berufsorientierten Abschluss.

Das Artist-in-Residence-Stipendium
Richtet sich an Künstler*innen, die neben dem eigenen künstlerischen Schaffen erfahren sind in der kulturellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen an Schulen. Das Stipendium beinhaltet die Nutzung des Wohn-Ateliers „Das fliegende Künstlerzimmer“ auf dem Schulhof und ist mit einem Lebenshaltungskostenzuschuss in Höhe von monatlich 2.000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhält der*die Künstler*in einen Material- und Aufwendungszuschuss von jährlich 6.000 Euro für seine*ihre eigene Arbeit und die Zusammenarbeit mit den Schüler*innen.

 

Pilot
„Das fliegende Künstlerzimmer“ startet im Schuljahr 2018/2019 erstmals an der IGS Wollenbergschule in Wetter.

Der Künstler
Jan Lotter, ausgebildet an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main, beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit unter anderem mit sozialen Interventionen. Diese setzt er in seinen Kunstaktionen poetisch-ästhetisch und mit großem menschlichen Gespür um. Dabei überlässt er es den Teilnehmer*innen, sein Angebot als „Kunst“ oder als Einladung zu einem außergewöhnlichen Beisammensein wahrzunehmen.

Die Zusammenarbeit von Künstler und Schüler*innen
In enger klassen- und fächerübergreifender Zusammenarbeit mit den Lehrer*innen der Schule entwickelt der Künstler an drei Tagen in der Woche künstlerische Ansätze, um den Kindern und Jugendlichen neue ästhetische Perspektiven auf die Lehrinhalte zu eröffnen.

Die Architektur
Das mobile Wohn-Atelier wurde von den Architekten Prof. Nikolaus Hirsch und Prof. Dr. Michel Müller eigens für „Das fliegende Künstlerzimmer“ entwickelt. Durch seine Raumhöhe von 3,50 Metern entspricht es einem lichten und großzügig gestalteten Künstleratelier und ist, zerlegt in vier Module, per Tieflader von Schulhof zu Schulhof transportierbar.