Ein Auszug

VENTILATING THROUGH
Installation/Einzelausstellung, Display, Berlin, 2020

Ausgangspunkt für die Installation war eine Lücke in der Treppe im Ausstellungsraum. Deren Maße wurden genutzt, um ein Modul aus Sperrholz anzufertigen, das in unterschiedlichen Konstellationen im Raum verwendet wurde. Die Module beziehen sich dabei auf das Interpunktionszeichen „Bindestrich“.
Die primäre Funktion des Bindestriches ist die Verbindung zweier unabhängiger Wörter, um ein komplexeres Wort zu bilden. In der Installation wirkt die Linie bzw. der Bindestrich so, dass einerseits alle Elemente zusammengehalten werden, andererseits die Integrität ihrer getrennten Einheiten gewährleistet ist. Im Raum positioniert stehen sie sich gegenüber, berühren sich gegenseitig oder ruhen auf anderen Gegenständen. Sie sind die zu stützenden Dinge und die Stützen selbst.
Begleitet wurde die Ausstellung von einem sound-basierten Programm, das täglich zu den gleichen Uhrzeiten in den Ausstellungsräumen zu hören war.

HEARTBREAKER DREAMMAKER
Installationsansicht/Einzelausstellung, Galerie Artist Unlimited, Bielefeld, 2018

Die Einzelausstellung ist eine Gegenüberstellung der Live-Performance der Sängerin Pat Benatar aus dem Jahr 1980 mit dem Bild des einsamen Wolfes. Die einzelnen Objekt-Elemente tragen vereinzelt die Titel der Songs des Albums „In The Heat Of The Night“ von Benatar. Den Anfang macht der Video-Loop Heartbreaker vs. Dreammaker, in dem anstelle des Originaltons des Auftritts der eigene Noise-Track „The Lone Wolf“ gespielt wird. Begleitend dazu entstand der Text „While waiting“.


I STARED AT DONKEYS SO MUCH, THEY SAID PLEASE STOP (STOP CARRYING)
Installationsansicht/Gruppenausstellung HYDRA – GOLDRAUSCH 2019, Haus am Kleistpark, Berlin, 2019

Mit I stared at donkeys so much, they said please stop” erzählt die Künstlerin die Begegnung mit dem beharrlich sanften V(ictory) der Eselsohren. Der Esel ist kulturgeschichtlich ein Tier der zugeschriebenen Widersprüche. In seinem evolutionär bedingten Reflex des Stehenbleibens sieht die Künstlerin jedoch eine ihr liebgewonnene Bewegung des passiven Widerstandes, ein „Ich möchte lieber nicht“. Bei „stop carrying (tent)” findet genaue diese Handlung Raum in der Struktur eines Zeltes. Dieses erweist sich als provisorisches Zuhause, Bett und Ort, um die Taktik des Müßiggangs zu erproben.


CERTAIN CREATURES
Installationsansicht/Einzelausstellung, Galerie Freihausgasse, Villach, Österreich, 2017

Certain Creatures beschäftigt sich mit der Körperlichkeit und Persönlichkeit von Mensch und Ding. In unterschiedlichen Zeitabständen wurde das Installations-Setting geändert. Das Performance- und Musik-Kollektiv BIG HIT eignete sich die Räumlichkeiten mit seinen eigenen Bewegungen und Ruheposen an: Seine Mitglieder aßen Kartoffeln mit den Betrachter*innen und spielten ein Konzert, während die Künstlerin unterschiedliche Texte vorlas. So wurde die Galerie über die Dauer der Ausstellung auf ganz unterschiedliche Art und Weise von Objekten und Menschen belebt und genutzt.

CHEWING (ON/OVER & OUT)
Installationsansicht/Gruppenausstellung Filter Bubble, Kunstverein Kärnten, Klagenfurt am Wörthersee, Österreich, 2018

Ausgehend von einer Recherche über postapokalyptische Filme, die zeitlich zwischen 2018 und 2050 eingeordnet sind, entstand „chewing (on/over & out)“ als eine dystopische Landschaftsskizze. Einzelne, in Zinn getauchte Ohrstöpsel laufen unter dem Titel „#1bullet“ und spielen mit den Gedanken, wer in der Position ist zu sprechen und wem zugehört wird. Die Installation wird mit einem dröhnenden Klangbild unterstützt.