„Das Arbaytırkint“ – Lesung von Berfin Silen
Hey, ich bin Hanifa Hannan.
In diesem Text werde ich über die Lesung von der Autorin Berfin Şilen am 6. März berichten. Anwesend waren Erik Gebbert von der Crespo Foundation als Moderator, Dawid Liftinger als fliegender Künstler und Karin Balkenhol als Kunstlehrerin.




Berfin Şilen, die Preisträgerin des Wortmeldung-Förderpreises 2025, hat im Café Nimmersatt aus ihrem Buch „Das Arbaytırkint“ vorgelesen. Dieses Wort sieht vermutlich für den:die ein oder andere merkwürdig aus. Berfin benutzt bewusst türkische Buchstaben für einige deutsche Wörter, um die damalige Situation der türkischen Gastarbeiter:innen darzustellen. Die Autorin erklärte in der Lesung, dass sie diese Schreibart aus einem Türkisch-Deutschen Wörterbuch für Gastarbeiter übernommen hat. Für jedes Berufsfeld gäbe es ein eigenes Wörterbuch – in einer Textilfabrik bekommen die Arbeiter zum Beispiel ein Wörterbuch, in dem es um Textilien geht.
Die Autorin schreibt in ihrem Buch über die Geschichte ihrer Oma, die damals als Gastarbeiterin nach Deutschland gekommen ist. Der Text lässt uns die Erfahrungen und die Emotionen einer türkischen Jugendlichen nacherleben, die nach Deutschland gekommen ist, um hier zu arbeiten.
Die Walter-Lübcke-Schule hat zum dritten Mal Autor:innen eingeladen, die den Wortmeldungen Literatur-Förderpreis der Crespo Stiftung erhalten haben. Das Besondere an dieser Lesung war jedoch, dass sie im Café Nimmersatt stattgefunden hat. Dieses Café ist eine Besonderheit in Wolfhagen. Unser fliegender Künstler, Dawid Liftinger, hat es mit Schüler:innen aus der Taufe gehoben, die Ideen zu leerstehenden Geschäften in Wolfhagen gesammelt und ausgeführt haben. Eröffnet werden konnte das Café, weil damit der Hessische Förderpreis „Ab in die Mitte“ geholt wurde. Dieser Raum steht den Schüler:innen seitdem zur Verfügung, um genau solche Veranstaltungen zu besuchen oder diesen auch selbst zu nutzen.
Die Zuhörer:innen waren zwei Deutschkurse der zwölften Klasse. Es war sehr schön, dass wir Berfin kennenlernen durften. Ich habe mich auch später privat mit Berfin unterhalten und finde, dass der Kontakt mit Künstler:innen, die ihr Ding machen, mich inspiriert. Dadurch erhalte ich Ideen, wie ich meinen persönlichen Weg gestalten kann und möchte. Solche Angebote sollten vermehrt an Schulen stattfinden, damit wir Schüler:innen mal den Blick von der Schule abwenden und schauen können, was noch alles möglich ist.
Hanifa Hanan, 12. Klasse, Walter-Lübcke-Schule