Das Lechzen – Franzis Lating
Foto: Almut Elhardt

Ein Auszug

LEAVING ANTROPOLIS, Köln, Oktober 2010
Performance Installation / Labyrinth aus 400 Meter halbtransparentem Stoff.
„Leaving Antropolis“ ist ein Labyrinth, in dem fünf Frauen um ihr Verschwinden kämpfen, indem sie ihre Erinnerungen manipulieren. Ein waberndes Geisterschloss in der nahen Ferne.

Durch ein Loch in der Wand eines stillgelegten Lockschuppens betreten die Zuschauer*innen mitten in der Nacht das Labyrinth. Wehende Vorhänge tauchen alles in ein tiefes Blau. Angestellte servieren blaue Speisen. Kaviar und Kuchen. Sie sind gefangen in rhythmischen Routinen, doch treffen bald auf ihr Gespenst.

www.janinawarnk.de/leavingantropolis

 

DAS LECHZEN, Carlswerke, Juli 2011
Performance Installation
In „Das Lechzen“ betreten die Besucher*innen eine zweistöckige Wurstmaschine und werden von 50 Performer*innen in schnellem Tempo durch Räume geschleust. Würste poppen auf und Fressplatten rotieren. „Das Lechzen“ ist eine Jukebox der Sucht, des Konsums und der unstillbaren Gier.

„Wir feiern jede Nacht und ohne Pause
wir brauchen eigentlich gar kein zu Hause
denn schlafen ist:
nicht unser Ding!
Wir feiern jede Nacht sind nicht zu stoppen
unsere Socken haben keine Rutschfestnoppen
denn bremsen ist:
nicht unser Ding!
Wir wollen nur den Moment erleben
uns auf der Tanzfläche übergeben
kotzend Würste konsumieren
Los, macht mit, ihr habt nichts zu verlieren!
Wurst! Geld! Wurst! Geld!
Alles was zählt ist Wurst und Geld
oh alles was zählt ist Wurst und Geld
waaaahhhaaaoo ist Wurst und Geld
Was die Welt zusammen hält ist Wurst und Geld
ist Wurst und Geld!
Wir wollen nie wieder was verpassen
wir wollen all unser Geld verprassen
denn prassen ist:
voll unser Ding!
Wir wollen Würste ohne uns zu zieren
Boom!
bis wir alle alle explodieren
denn Würste sind:
voll unser Ding!
wir wollen uns in enge Boobtubes pressen,
selbst zu Würsten werden und uns selber fressen
Geld plus Würste ist gleich= Lieben
wir sagen
Ja!
Folgen unseren Trieben!
Wurst! Geld! Wurst! Geld!
Alles was zählt ist Wurst und Geld
oh alles was zählt ist Wurst und Geld
waaaahhhaaaoo ist Wurst und Geld
Was die Welt zusammen hält ist Wurst und Geld
ist Wurst und Geld!
Oh Würste ich liebe Euch!
und Geld auch!“
(Text: Claudia Sarkany)

www.daslechzen.tumblr.com


Foto: unknown

„Visiting Artist” SistersAcademy, Performance & Research Project“, Malmö, Schweden, 2015
Education for the Future and sensous learning
The SistersAcademy ist eine performative Installation, die sich in der Regel über mehrere Wochen als „Boarding School” an verschiedenen Orten Skandinaviens manifestiert. Der Fokus liegt auf der Recherche des „sinnlichen“ Lernens. Jede*r Teilnehmer*in, Schüler*in, Lehrer*in und Künstler*in forscht von einem individuellen Standpunkt aus an der Schnittstelle von Performance, Kunst, Pädagogik und künstlerischem Aktivismus.

50 SHARKS OF GREY, 2017
Eine matriarchalische Hai-Oper über die Selbstbefruchtung, die Einsamkeit, das Zerbröseln Europas, Frontex, Liebe und Selbstbefruchtung.

Am 18. Januar 2017 gebärt der Zebrahai Leonie ohne männliche Befruchtung drei Hai-Babies. Man nennt diesen Vorgang Parthenogenese – eine Form der eingeschlechtlichen Fortpflanzung, wie sie vereinzelt bei Fischen und Amphibien vorkommt. Dabei entstehen ausschließlich weibliche Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen.

24.3.2017 Britney X Festival / Schauspiel Köln

6.5.2017  Paris/Köln Performance: Akademie der Künste der Welt / Stadtgarten Köln

25.3.2017 Mic Drop Festival / Brotfabrik Innsbruck

4.4.2018 Theater Festival im Pavillon, Bielefeld

Ausgewählte AGs 2017/18
Grundschule an St.Theresia / Bertha von Sunttner Schule, Vogelsang

Alien-AG: Wir erfinden einen Alien, der oft ein kleines bisschen mutiger ist als wir selbst und das Raumschiff sicher fliegt (2. Klasse)
Party-AG: Jede Stunde eine Party, organisiert von Schüler*innen: Deko, Catering, DJ, Logistik
Demo-AG: Wir demonstrieren gegen alles Mögliche, z.B. langweiliges Eis bei Lidl (3. Klasse)
Boys ‘n Beatz: Erste Skills für die junge Rap-Szene, Jungs-AG (4. Klasse)
Lügen-AG: Mit theaterpädagogischen Requisiten erfinden wir Geschichten (5. Klasse)
Zerstör-AG: Als beim Renovieren erst die Farbe umkippte und dann das Konzept, wurde aus der „Renovier-AG“ die „Zerstör-AG“. Die Schule war zum Abriss geplant. Wir haben dann schon mal angefangen, die Dinge „auseinander zu nehmen“

Foto: Almut Elhardt