Foto: Jessica Schäfer

„Ich möchte zeigen, dass es darum geht, Leben zu gestalten. Eine Gestaltung von all dem, was wir tagtäglich machen. Dass es ein bestimmtes Schema gibt, aber warum kann es nicht auch anders sein? Und wenn es denkbar ist, ist es auch modellierbar, gestaltbar.“
(Jan Lotter, Künstlerstipendiat)


Der erste Künstlerstipendiat

Der Deutsch-Kolumbianer Jan Lotter, ausgebildet an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG), beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit unter anderem mit sozialen Interventionen. Diese setzt er in seinen Kunstaktionen poetisch-ästhetisch und mit großem menschlichen Gespür um. Dabei überlässt er es den TeilnehmerInnen, sein Angebot als „Kunst“ oder als Einladung zu einem außergewöhnlichen Beisammensein wahrzunehmen. „Das fliegende Künstlerzimmer“ betrachtet Lotter als Chance, den Begriff Kunst erst einmal außen vor lassen zu können und eher Handlungsräume zu erzeugen, bei denen die Aktion in den Vordergrund rückt und die Gestaltungsmittel selbst im Hintergrund stehen. Lotter hat über viele Jahre hinweg Projekte mit Jugendlichen durchgeführt, umso mehr reizt ihn die Aussicht darauf, ein komplettes Jahr mit ihnen arbeiten und dabei auf eine ganze Reihe neuer Erfahrungen stoßen zu können.