„Von der Wurfmaschine zum Androiden – ungewöhnliche Objekte erfinden und gestalten“, so lautete der Titel der Fortbildung unter der Leitung des Dozenten René Norwig, die über das Netzwerk KulturschuleHessen des hessischen Kultusministeriums begleitend zu den Aktivitäten im „Fliegenden Künstlerzimmer“ angeboten wurde. Acht LehrerInnen aus den Fachbereichen Kunst, Biologie, Deutsch, Physik und Mathematik der Wollenbergschule nahmen teil, denn kreative Unterrichtszugänge sollen auch in den kommenden Schuljahren im Unterricht unserer Schule eine Rolle spielen, und zwar nicht nur in den musischen, sondern auch in den naturwissenschaftlichen Fächern.

Im ersten Teil des Workshops wurde zum Thema „Das Katapult – Wie weit lässt sich ein Gegenstand schleudern?“ der Arbeitsraum mit Materialien und Werkzeugen vorbereitet, sodass wir sofort mit unserer ersten Herausforderung beginnen konnten. Die einzigen Vorgaben: Es sollte eine Wurfmaschine gebaut werden, die ein beliebiges Wurfobjekt von einer festgelegten Abschusslinie bis zu einer markierten Fläche im Raum katapultieren konnte. Gearbeitet wurde in Tandems und schnell kamen unterschiedliche Stimmungen bei den Teilnehmern zutage. Die einen zeigten sich konzentriert, andere waren schnell ratlos und entmutigt, weitere entwickelten nach erstem Verwerfen der Ursprungsidee unter Berücksichtigung der Hebelgesetze neue Konstruktionen. Zum Ende der Bauphase traten die Tandems mit ihren Wurfgeschossen in einem Wettbewerb gegeneinander an.

Im zweiten Teil des Workshops ging es um das Thema „Der Android – Wie können sich Objekte autonom bewegen?“. Auch bei dieser Aufgabenstellung erfolgte der Einstieg direkt über die Praxis. Mit vorgegebenen Materialien wie Pappbechern, Krokodilklemmen, Wäscheklammern, Elektromotoren usw. sollte ein selbststeuerndes Objekte gebastelt werden. Zugleich befassten sich die Teilnehmenden mit physikalischen Problemen wie Stromkreis und elektrischen Schaltungen. Am Ende des Tages erfolgte ein Austausch über die neuen Erfahrungen und die Möglichkeiten, Erlerntes im Unterricht umzusetzen. Insgesamt war es ein spannender Lehrgangstag, an dem die LehrerInnen viel über sich selbst, über physikalische Zusammenhänge, neue Unterrichtseinstiege und Ideen für den Unterricht erfahren konnten.

Corinna Posinghies (Lehrerin für Deutsch und Biologie)