Am 4. September waren unsere Schulleiterin, Frau Burggraf, unsere Lehrerin, Frau Matzen, Ellen, Puria und ich mit auf dem Pressegespräch und vertraten die Schüler unserer Schule, wobei Frau Matzen Fotos machte und an der Konferenz nicht direkt beteiligt war. Die Konferenz fand um 14 Uhr im Haus des Buches in Frankfurt statt. Sie wurde von der Crespo Foundation veranstaltet.

Ich habe mir diese Konferenz, ehrlich gesagt, als sehr langweilig vorgestellt, da ich die Sorge hatte, dass wir Schüler nicht ernst genommen werden würden. Oft ist es so, dass die Meinung der Schüler ja als „sehr wichtig“ bezeichnet wird, sie selbst jedoch gänzlich von den wichtigen Momenten und Möglichkeiten, sich auszudrücken, ausgenommen werden.

Nun war es, als wir dort ankamen, jedoch ganz anders. Die Leute der Foundation haben uns freundlich mit Namen begrüßt und zeigten ernsthaftes Interesse daran, uns kennenzulernen. Noch bevor die eigentliche Konferenz begann, war die Stimmung gut und jeder hatte schon einmal mit jedem geredet. Dabei hatte jeder aufgeschlossenes Interesse für den anderen.

Wir Schüler wurden ernst genommen. Wir hatten unsere eigenen Plätze vor und auf dem Podest, die Namensschilder waren genauso ausführlich wie bei den „hohen Tieren“ – sprich den Ministern und Fachleuten – gestaltet. Genau wie sie bekamen auch wir Fragen nach unserer Reaktion und unseren Erwartungen bezüglich des „Künstlerzimmers“ an unserer Schule gestellt. Wir Schüler hatten genau wie jeder andere Podiumsteilnehmer keine Zeit- oder Inhaltsbegrenzung für unsere Beiträge, obwohl wir am Schluss von den Reportern befragt wurden. Die Reporter wurden sogar noch aufgefordert, zusätzliche Fragen an uns zu stellen.

Die Konferenz war äußerst spannend. Es wurde über die Hintergründe des Projektes geredet, wie es zustande kam, was die Grundidee war, wer alles daran beteiligt ist und was noch in Zukunft alles passieren könnte. Ebenfalls wurde erklärt, wie die Auswahl der Schule und des Künstlers getroffen wird.

Podiumsgäste waren mit uns Schülern unter anderem der Hessische Kultusminister, der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, die Architekten der Atelier-Wohnraum-Kombination, der Künstler und unsere Schulleiterin der Wollenberschule Wetter sowie der Geschäftsführer der Crespo Foundation. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Projektleiterin des „fliegenden Künstlerzimmers“ bei der Crespo Foundation.

Nach der Konferenz gab es kleine Häppchen – sowohl süß als auch herzhaft – Tee, Kaffee und weitere Getränke. Während wir gegessen haben, haben wir weiterhin Gespräche mit den Anwesenden geführt.

Mir hat der Tag sehr gut gefallen. Wir sind der Foundation für ihre Einladung und ihr Interesse sehr dankbar. Es ist schön zu wissen, dass das Projekt „Das fliegende Künstlerzimmer“ wirklich an uns Schüler gerichtet ist und wir wichtiger Bestandteil des Projekts sind, dem man Aufmerksamkeit schenkt.

(Charlotte, Schülerin)